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The Story of Two Monkeys

Harm Jopp
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Chorkleidung: sieben Fragen, die Ihr vor der Bestellung klären solltet

Choroutfit

Irgendwann kommt der Abend, an dem jemand im Chor den Satz sagt: „Wir müssten mal was Neues zum Anziehen haben.“ Dann folgt meistens eine lange Diskussion — über Farben, über Geld, darüber, ob wirklich alle dasselbe tragen müssen. Und am Ende bestellt jemand vierzig schwarze Blusen in einem Onlineshop, und drei Monate später sieht die Gruppe aus wie eine Belegschaft.

Wir statten seit Jahren Chöre und Orchester aus, unter anderem den NDR Chor. Aus diesen Gesprächen haben wir gelernt: Es sind immer dieselben sieben Fragen, die vorher geklärt gehören. Wer sie beantwortet, spart sich die Diskussion — und bekommt eine Garderobe, die länger hält als eine Saison.

1. Wie viele seid Ihr — und wie viele werdet Ihr in drei Jahren sein?

Die erste Zahl ist einfach. Die zweite ist die wichtigere. Chöre bewegen sich: Jemand zieht weg, zwei kommen dazu, eine Stimme wechselt. Wenn das neue Teil in zwei Jahren nicht mehr lieferbar ist, steht die Neue im ähnlichen Schwarz daneben — und genau dieses „ähnlich“ sieht man auf der Bühne sofort.

Fragt deshalb vor der Bestellung: Lässt sich das Stück nachbestellen, und wie lange? Bei uns bleiben Schnitt, Stoff und die Maße hinterlegt. Das ist kein Service-Extra, sondern der eigentliche Unterschied zwischen einer Sammelbestellung und einer Chorgarderobe.

2. Wie unterschiedlich sind Eure Figuren wirklich?

Ein Chor ist keine Größentabelle. In einer Reihe stehen 1,58 m neben 1,84 m, Größe 36 neben Größe 48, und alle sollen gut aussehen — nicht nur „tragbar“.

Das entscheidet sich am Material, nicht an der Konfektionsgröße. Steife Stoffe zeichnen jede Abweichung nach. Jersey fällt über sehr unterschiedlichen Körpern ruhig, weil er mitgeht statt zu spannen. Und wo es doch nicht reicht, wird angepasst: Der Schnitt bleibt, Länge und Weite ändern sich. Testet vor der Entscheidung ein Stück an den drei unterschiedlichsten Figuren Eures Chores — nicht an der Person, der ohnehin alles steht.

3. Wer bezahlt — die Chorkasse oder jede und jeder selbst?

Diese Frage klärt mehr, als sie zunächst scheint. Zahlt die Kasse, entscheidet der Chor gemeinsam, und Einheitlichkeit ist leicht. Zahlt jede und jeder selbst, braucht Ihr Spielraum — sonst steigt jemand aus, weil der Betrag gerade nicht passt.

Ein Mittelweg, der oft funktioniert: ein Pflichtteil, das alle tragen, und ein zweites, das freiwillig dazukommt. Die Gruppe wirkt geschlossen, und niemand muss sich erklären. Nebenbei: Eine Ausstattung für den ganzen Chor kostet bei uns rund 30 Prozent weniger als dieselben Teile einzeln — auch das gehört in die Rechnung, bevor jemand abwinkt.

4. Schwarz — oder traut Ihr Euch an Farbe?

Schwarz ist für den Konzertabend die sicherste Entscheidung, und sie ist selten falsch. Nur wird sie oft langweilig umgesetzt: vierzigmal derselbe matte Stoff, und die Gruppe wirkt flach wie eine Wand.

Interessanter wird es eine Stufe darunter. Verschiedene Oberflächen desselben Tons brechen das Licht unterschiedlich — matt neben Struktur, Samt neben Plissee. Auf der Bühne, unter Scheinwerfern, entsteht daraus Tiefe, ohne dass die Gruppe bunt wird. Wer wirklich Farbe möchte, arbeitet nach demselben Prinzip: ein Ton in mehreren Qualitäten schlägt mehrere Farben nebeneinander.

5. Wie oft seid Ihr unterwegs?

Ein Chor, der zweimal im Jahr in der eigenen Kirche singt, hat andere Ansprüche als einer, der auf Konzertreise geht. Auf Tournee wird nicht gebügelt — dafür ist weder Zeit noch ein Bügelbrett da.

Eine Musikerin des Elbphilharmonie-Orchesters hat uns das einmal so gesagt: Es sei fast hoffnungslos, ein langes Kleid mit langen Ärmeln zu finden, das man knüllen, auspacken, aufhängen und wieder tragen kann. Genau dafür arbeiten wir mit knitterfreiem Jersey. Wenn Ihr reist, ist das kein Komfortdetail, sondern das Auswahlkriterium.

6. Was passiert mit den Männerstimmen?

In gemischten Chören wird dieser Punkt gern vertagt: Die Frauen bekommen etwas Neues, die Männer tragen weiter ihren eigenen schwarzen Anzug. Auf der Bühne sieht man das — zwei Hälften, die nicht zusammengehören.

Es muss nicht dasselbe Teil sein, und das wäre auch albern. Aber Ton und Material sollten aufeinander abgestimmt sein. Wir statten gemischte Chöre vollständig aus und stimmen beide Seiten aufeinander ab. Entscheidet das lieber am Anfang als nach dem ersten Konzertfoto.

7. Wann ist der erste Auftritt in der neuen Garderobe?

Die Frage klingt banal und wird trotzdem am häufigsten zu spät gestellt. Zwischen dem ersten Gespräch und vierzig fertigen Teilen liegen Auswahl, Anprobe, Maßnahme und Fertigung.

Rechnet rückwärts vom Auftritt, nicht vorwärts vom heutigen Tag. Und bedenkt: Die Monate vor Weihnachten sind bei allen Manufakturen die vollsten — auch bei uns. Wer im Advent in neuer Garderobe singen will, spricht im Spätsommer darüber. Wer im Frühjahr ein Jubiläumskonzert hat, hat jetzt genau richtig angefangen.

Und dann?

Wenn Ihr diese sieben Punkte im Chor besprochen habt, ist die eigentliche Arbeit getan. Alles Weitere — Schnitte, Stoffe, Töne — lässt sich in einem Gespräch klären.

Wie das bei uns abläuft, ab welcher Größe wir arbeiten und was eine Ausstattung ungefähr kostet, steht auf unserer Seite zur Chorkleidung. Und wer sehen möchte, wie das in der Praxis aussieht: Wir haben die neue Chorkleidung des NDR Chores entwickelt — dort steht, worauf es dabei ankam.